Allergenmanagement
Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Allergien nehmen weltweit zu. Auch Zentis widmet diesem wichtigen Thema besondere Aufmerksamkeit. Die Herstellung und Kennzeichnung sämtlicher Produkte erfolgt streng nach der aktuellen Lebensmittelkennzeichnungsverordnung. Diese schreibt die klare Benennung aller Allergene im Zutatenverzeichnis vor und gilt seit dem 25.11.2005 verbindlich für die gesamte Lebensmittelindustrie.
Die Lebensmittelkennzeichnungsverordnung definiert 14 Hauptallergene, die stets bei der Kennzeichnung eines Produktes mit anzugeben sind, wenn sie darin als Zutaten enthalten sind:
- Glutenhaltige Getreide (Weizen, Roggen, Hafer, Dinkel, Gerste, Kamut oder Hybridstämme) und -erzeugnisse,
- Krebstiere und -erzeugnisse,
- Eier und -erzeugnisse,
- Fisch und -erzeugnisse,
- Erdnüsse und -erzeugnisse,
- Soja und -erzeugnisse,
- Milch und -erzeugnisse,
- Schalenfrüchte (Mandeln, Haselnuss, Walnuss, Kaschunuss, Pecannuss, Paranuss, Pistazie, Macadamianuss, Queenslandnuss) und -erzeugnisse,
- Senf und -erzeugnisse,
- Sesam und -erzeugnisse,
- Sellerie und -erzeugnisse,
- SO2 > 10 mg/kg,
- Lupinen und daraus gewonnene Erzeugnisse sowie
- Weichtiere und daraus gewonnene Erzeugnisse.
In enger Zusammenarbeit mit externen Fachberatern hat Zentis ein eigenständiges Allergenmanagement aufgebaut. Darin wird von der Beschaffung bis zur Auslieferung zum Kunden, detailliert der korrekte Umgang mit allergenen Rohstoffen, Zwischen- und Endprodukten beschrieben und geregelt.
Zu den wichtigsten Punkten dieses Allergenmanagements gehören:
- die räumliche Abtrennung der Rohstoffvorbereitung für allergene Zutaten,
- die farbige Etikettierung allergener Rohstoffe, Arbeitsgeräte und Transportbehälter,
- die Konzentrierung der Produktion allergener Zubereitungen in spezielle Produktionsbereiche,
- die Überprüfung der Reinigungsleistung aller Anlagen, Transportbehälter und Arbeitsgeräte,
- die Durchführung von Risikobewertungen gemeinsam mit einem neutralen Fachberater,
- die Aufnahme der Allergene in das HACCP-Konzept sowie
- die ausführliche Information und Schulung der Mitarbeiter/-innen aller Bereiche über die Hintergründe und neuen Abläufe am Arbeitsplatz.
Neue Erkenntnisse und gesetzliche Änderungen fließen umgehend in die vorhandenen Prozesse ein - für mehr Information und Sicherheit des Verbrauchers.
